News zum Wochenende


16. Februar 2018

SNAPCHAT REDESIGN – FLUCH ODER SEGEN?


Ende November letzten Jahres kündigte Snap Inc. das umfassende Redesign seiner App an. Der O-Ton damals: „Heute stellen wir dir das neue und bessere Snapchat vor – bei dem sich alles um deine sozialen Kontakte dreht und das ganz auf dich zugeschnitten ist!“ Laut eigenen Angaben nutzen bereits 40 Millionen der weltweit 187 Millionen täglichen Nutzer die neugestaltete App – Grund genug für uns noch einmal auf die groß angekündigte Redesign der App zurückzublicken und uns noch einmal die Details vor Augen zu führen.


Im Mittelpunkt des Updates steht die die klare Trennung der Inhalte von Freunden von dem Content von Medien oder Influencern. Dabei wurde die Logik der App komplett umgebaut. So findet der User die Chats und Storys seiner Freunde links von der Kamera. Diese neue Freunde-Seite ist dabei mit einem dynamischen Algorithmus ausgestattet, der die Stories der Freunde nicht in einer chronologischen Reihenfolge anzeigt, sondern nach Interaktiongrad sortiert – Freunde, mit denen man mehr interagiert, werden also höher eingeordnet. Auf der rechten Seite der Kamera befindet sich der die neue Explore-Seite, auf der die Stories der Herausgeber, Kreatoren und der Community zu finden sind. Hier werden wiederum die Inhalte der abonnierten Kanäle ganz oben angezeigt, während Stories, die den jeweiligen User vielleicht interessieren könnten, darunter präsentiert werden.


Dass das neue Design für eine große Anzahl der Snapchat-User aber nicht „besser“ ist als die ursprüngliche Version, geht aus dem Nutzer-Echo in den sozialen Netzwerken hervor. So gibt es sogar eine Onlinepetition mit dem Namen „Remove the new Snapchat Update", die bereits von über einer Millionen Menschen unterzeichnet wurde. Das kommt aber nicht gerade unerwartet. Schon damals berichteten wir von dem schwierigen Balanceakt, der mit dem Redesign vor Snapchat liegt – auf der einen Seite sollen neue User durch die vereinfachte und bessere Usability hinzugewonnen werden und damit das Nutzerwachstum wieder angetrieben werden, auf der anderen Seite sollen die Snapchat Natives eben genau durch diesen Punkt und den dadurch gesunkenen Coolness-Faktor nicht vergrault werden. Nun heißt es für Snapchat erst einmal abwarten und hoffen, dass sich die Nutzerschaft schnell an das neue Design gewöhnt, die Diskussionen um dieses nach und nach verebben und neue Nutzer die neugestaltete App für sich entdecken.


Als softer Einstieg in die Snapchat-Welt könnte dabei auch die neu ermöglichte Nutzung der bereits bekannten „Snap Map“ außerhalb der App dienen. Wie das Unternehmen in dieser Woche verkündete, kann die Karte ab sofort auch über den Browser aufgerufen werden. Der Clou dabei: Man muss nicht bei Snapchat registriert sein, um auf die „Snap Map“ im Browser zugreifen zu können. Hierbei haben die User die Möglichkeit, sich Snaps von Hotspots wie Veranstaltungen aus aller Welt anzusehen (wie zurzeit z.B. von den olympischen Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang), von denen besonders viel gesnappt wird und die durch Heat Maps gekennzeichnet sind.


Wer jetzt Lust hat, die Snapchat-Welt zu erkunden, kann über folgenden Link die „Snap Map“ im Browser öffnen: http://bit.ly/2ElcZcx


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