Die dunkle Seite des Contents von der niemand wissen darf


von Johst Klems

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Content ist unser Leben.

earnesto arbeitet jeden Tag daran, Geschichten zu erzählen, die Markenbotschaften tragen und den Menschen da draußen Spaß machen. Dabei ist es für uns nahezu selbstverständlich, dass unsere Geschichten auf Facebook, Instagram, Twitter und Co. in einem Umfeld „eingebettet“ werden, welches aus werblicher Sicht absolut einwandfrei ist. Sieht man mal ab von dem normalen Wahnsinn der Inhalte aus Nachrichtensendungen, so finden sich in der Regel auf sozialen Netzwerken keinerlei Gewaltvideos, die ein gewisses Maß überschreiten. Pornografie und Nacktheit per se mögen die meisten Netzwerke nicht, ganz abgesehen von dem richtig heftigen Stuff, den die erste Generation Internet noch von Seiten wie rotten.com kennt. ‚Richtig heftiger Stuff‘ muss hier einmal definiert werden, denn die Thematik wird im weiteren Verlauf dieses Artikels noch wichtig. Wir reden über Vergewaltigungen, Sex mit Tieren, Enthauptungen, Foltervideos, Mordvideos... Ich glaube ich muss nicht weiter machen, um den Grad der Grausamkeit zu beschreiben. Bislang bin ich davon ausgegangen, dass diese Inhalte bei Facebook keinen Platz finden, weil sie zum einen von Facebook gelöscht werden und zum anderen, weil die Leute einfach hier so etwas nicht posten. „Puhhh wie naiv!“ denke ich jetzt! Wie ich auf der re:publica von MORITZ RIESEWIECK erfahren musste, ist es mitnichten so, dass es diese Inhalte nicht gibt. Ganz im Gegenteil. Diese Inhalte gibt es und sie gibt es nicht vereinzelt. Vielmehr arbeiten in unterschiedlichen Firmen, vorwiegen auf den Philippinen, zahlreiche Menschen daran, das Netz von diesen Inhalten zu filtern. Da wo Software versagt oder nicht sicher ist, kommen Menschen ins Spiel, die Inhalte bewerten und löschen. Wie man sich vorstellen kann, kein Job ohne Folgen. Die tägliche Auseinandersetzung mit derartigen Inhalten muss zwangsläufig Auswirkungen auf die seelische Gesundheit der Protagonisten haben. Nicht umsonst werden diese Jobs laut Riesewieck auf die Philippinen vergeben. Das große Maß an Christlichkeit, welches dort auch in jüngeren Generationen enorm ausgeprägt ist, schafft gute Grundlagen für die Botschaft die bei den Arbeitgebern mitschwingt. Die Welt von Sünden befreien ist aus christlichen Glaubensgrundsätzen ein hohes Gut, genau das geschieht digital. Die Sünden von den Menschen fernhalten – die Menschen schützen. Klingt nach europäischen Sichtweisen fast schon pathetisch, die Ausführungen von Moritz Riesewieck dagegen machten diesen vermeintlichen Pathos schnell zunichte und zeigten die harte Realität. Dieses Thema zeigt, wie sehr Content wirkt: im Positiven wie im Negativen. Die Menschen leben von Geschichten, von Bildern, von Inhalten. Was heute in der Welt passiert findet auch seinen Weg ins Netz. Ich werde nicht mehr so naiv sein, zu denken, dass die Welt da draußen auf furchtbaren Content verzichtet, nur weil sie auf Facebook sind. Umso mehr werde ich allerdings daran arbeiten, die Welt mit gutem Content zu versorgen. Der keine Sünde darstellt, sondern in vielerlei Hinsicht die Menschen mit dem versorgen, was die Welt am Ende hoffentlich ein bisschen besser macht. Danke Moritz Riesewieck für dein Engagement, die Mühe und den tollen Vortrag, der dem earnesto Team eine wichtige Lektion erteilt hat.

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Johst Klems

Geschäftsführender Gesellschafter




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