Die vier „Meme-zipien“ Digitaler Markenkommunikation


von Sandra Olesch

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Jedem, der sich mit einer gewissen Regelmäßigkeit in den unendlichen Weiten des Internets oder auf sozialen Netzwerken jeglicher Art herumtreibt, sind sie schon einmal über den Weg gelaufen. Niemand sucht aktiv nach ihnen und doch kennt sie jeder. Sie treten meist als Bild + Text, Video oder GIF auf und entlocken uns mindestens ein amüsiertes Schmunzeln, einige sogar ein forsches Teilen auf Facebook, Twitter oder bei WhatsApp – die Rede ist natürlich von MEMES.


Aber wieso sind Memes ein so konstantes, dauerhaft aktuelles und sich scheinbar nie abnutzendes Phänomen, das immer wieder „viral“ geht und bei vielen sogar zum elementaren Teil der digitalen Kommunikation geworden ist? Und sollten wir als Digitale Kommunikationsberater uns vielleicht sogar eine Scheibe von ihnen abschneiden? Meiner Meinung nach lässt sich die Erfolgsgeschichte von Memes klar auf vier Kernpunkte herunterbrechen:



Aktualität


Memes entstehen und verbreiten sich in Echtzeit. Sie greifen blitzschnell #trendingtopics auf und beziehen Stellung. Einem gefeierten Fußball-Star entgleitet bei der EM kurz die Mimik? – Zack, Meme! Pokémon Go erobert die Smartphones? – Zack, Meme! Großbritannien verabschiedet sich aus der EU? – Zack, Meme! Hierbei muss das Rad nicht immer neu erfunden werden; Oft reicht ein frischer, bissiger Text, um einen „Klassiker“ erneut viral durch die Netzgemeinde zu jagen.



Emotionalität


Die Themen von Memes sind immer polarisierend, politisch oder herrlich albern – sprich: heiß diskutiert und hochemotional. Ob bei der drohenden Präsidentschaft von Donald Trump oder einer defekten Tür in der Uni Mainz, Memes sprechen den Menschen aus der Seele, thematisieren was sie bewegt, ärgert oder belustigt. Sie betreffen uns und treffen so kommunikativ immer wieder ins Schwarze.



Humor


Memes sind Satire und Satire hat eine lange Tradition zielgenau den Puls der Zeit zu erkennen, der Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten und neben unterhaltsamen Albereien auch heikle Themen kritisch in den Fokus zu rücken. Ihr Humor ist unverfänglich und aussagekräftig zugleich, was sie massentauglich macht. Memes trauen sich zu sagen, was sonst niemand wagt und ihre Macher können sich hervorragend hinter ihnen verstecken, was auch erklärt, wieso sie als Antwort- oder Pöbel-Posts in sozialen Netzwerken so hoch im Kurs stehen.



Simplizität


Komplexe und langatmige Ausschweifungen sind wenig unterhaltsam und verstecken den Kern ihrer Aussagen unter einem Berg zäher Formulierungen. Nicht nur im Netz schätzen Menschen aber besonders die klaren und prägnanten Ansagen, Bilder, Slogans und Pointen. Memes bringen die Sache schnell und leicht verdaulich auf den Punkt, was sie als Kommunikations- und Identifikationsmittel besonders attraktiv macht. #nuffsaid


Aber inwiefern soll uns das jetzt als Digitale Kommunikationsberater betreffen?
Ganz einfach: Wir wollen für eine Strategie oder Maßnahme begeistern? Durch Content, sprich Postings, Artikel, Visuals oder Videos, neue Zielgruppen erreichen, Geschichten erzählen, Gefühle vermitteln, shareable sein? Influencer als Markenbotschafter gewinnen, uns und unsere Botschaft dauerhaft im Mind-Set verankern? Dann sollten wir uns auf diese vier „Meme-zipien“ besinnen, denn sie sind nicht nur die Grundpfeiler des Erfolgs des flashy Mediums, sondern auch der Schlüssel zur Aufmerksamkeit und Gewinnung von Menschen – Kunden, Influencern und Communities.



Quelle:


https://en.wikipedia.org/wiki/Internet_meme


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